Aliens
Dem auf Gran Canaria eingeschleppten Eukalyptus ist ein Invasor gefolgt, Phoracantha semipunctata der Eukalyptusbohrer. Seine Feinde und Parasiten hat er allerdings in Australien zurückgelassen. - Von Roland - in: All around the world, Ecology, Invasive Species
Querschnitt durch Baum mit Bockkäferbefall. Zur schematischen Darstellung wurde kein Eukalyptusquerschnitt verwendet. Es handelt sich um die Douglasie (Pseudotsuga menziesii). © Foto und Schema von Roland Weimer.
Manchmal ist es so, daß ein Alien dem anderen folgt, weil der letztere vom ersten lebt. So geschehen auf Gran Canaria und mittlerweile beinahe überall wo Eukalyptus wächst. Ein echter Invasor, der seinem Wirt über Tausende von Kilometer von Australien bis auf die kanarischen Inseln folgte, ist der Longicorno del Eucalipto (Phoracantha semipunctata). Was ist eigentlich ein Alien definitionsgemäß ? [CLICK TO CONTINUE…] WEITERLESEN → → →
Patente und Fair Play
Die Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD) mit dem Ziel der gerechten Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen hat eine Schlüsselrolle in der Diskussion um Patente auf Tiere und Pflanzen übernommen. Angesichts von über 75.000 Nutzpflanzenarten und unzähligen Sorten weltweit, fragt man sich warum überhaupt Patente und genmanipulierte Lebensmittel. Kollateralschäden durch die Ausnutzung der Patentrechte auf dem Rücken kleiner Landwirte bleiben nicht aus. Demgegenüber stehen viele positive Beispiele in der Landwirtschaft. Diskutieren Sie mit ! - Von Roland - in: Biotechnology, Nutrition
Die Papaya (Carica papaya) gehört zur Familie der Melonenbaumgewächse und ist eine in Ihrer Effizienz kaum noch zu steigernde Pflanze. Anhand der Papaya kann man die positiven und negativen Seiten der Gentechnik sehen. Eine virusresistente Papayasorte wurde von der Cornell Universität (New York) und der Universität von Hawaii entwickelt und erfolgreich unter Lizenzverträgen angebaut. Hier wurde auf der einen Seite kurzfristig ein landwirtschaftlicher Zweig teilweise gerettet und auf der anderen Seite ein neues Schlachtfeld für Gentechnik-Aktivisten eröffnet, deren Argumente ebenfalls sehr schweres Gewicht haben. © Foto von Roland Weimer.
Wie soll man verfahren, wenn aus einem tropischen Land eine Pflanzensorte oder ein genetischer Bestandteil exportiert wird und von einem Unternehmen zu einem gewinnbringenden Produkt weiterentwickelt wird. Zwangsläufig entstehen Konflikte. Die Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD) versucht das zu regeln, mit dem Ziel der gerechten Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen. Hierbei geht es um Zugangsbedingungen zu den Ressourcen, Vorteilsausgleichsbedingungen und um die nationalen Materialüberlassungsverträgen. Die Ausweitung der Patentierung von Pflanzen und Tieren würde diese Konflikte weiter verschärfen. Ohnehin lassen sich Regelungen die zu komplex werden nicht verwalten und öffnen Schlupflöcher für die, die es sich leisten können. Oder ist gerade umgekehrt ? Der Patentschutz würde die gerechte Vorteilsaufteilung der Bioressourcen weltweit sichern, weil die Rechte und die Vermarktung klar zugeordnet würden. [CLICK TO CONTINUE…] WEITERLESEN → → →